Lehre & Forschung Prof. Dr. Asmus

Interaktive Systeme. Hypermedia. Systemdesign.

Das Lehrgebiet Interaktive Systeme/Hypermedia folgt einem systemisch- integrativen und generalistischen Ansatz. Unser Augenmerk richtet sich auf die Differenzbeziehung von technologisch digitaler und kulturell gestalterischer Evolution. Dabei nutzen wir theoretische Einsichten aus den unterschiedlichsten Wissensgebieten, insbesondere aus der Systemtheorie und der Neueren Ästhetik, um sie für eine Logik der Anwendung im Bereich der digitalen Medien handhabbar zu machen.

Entgegen aller Behauptungen der aufkommenden Informationsgesellschaft wächst das gesamtgesellschaftliche Datenvolumen bei gleichzeitigem Abbau von Wahrheitswerten, Moralitätsprinzipien, Verantwortlichkeiten und konkreter individueller Informiertheit (Wissen). Der Gestalter der Jetztzeit muss diesem Prozess entgegenwirken. Er muss lernen, Probleme sichtbar zu machen und den Versuch unternehmen, einer entfesselten kulturellen und technologischen Differenzierungsdynamik mittels dosierter Positionierung wort- und bildsprachlicher Argumente zu begegnen (Sinn=Gestalt).

In unseren Lehrveranstaltungen folgen wir dem Credo der Bildgebenden Wissenschaften. Es geht uns nicht darum, das technisch Mögliche zu realisieren, sondern zu fragen: wie lassen sich Probleme und relevante Themen im Kontext digitaler Medien optimal veranschaulichen? Wie läßt sich bildhaft argumentieren? Wie läßt sich digitale Technologie dergestalt einsetzen, dass sie kommunikative Anschlussfähigkeit garantiert und dabei den Erfordernissen des kognitiven Apparats optimal entspricht?

Neben der Grundlagenvermittlung von Neuerer Ästhetik, Systemtheorie, Kybernetik, Evolutionärer Erkenntnistheorie, Hirn- und Bewußtseinsforschung werden Kultur und Geschichte von Hypertext, Computerspielen, Betriebssystemen, Memorialtechniken, Wissenssystemen etc. vorgestellt.

Darüber hinaus werden aktuelle Themen behandelt, die sich im Umgang mit den digitalen Medien ergeben. Wir machen uns mit der aktuellen KI vertraut, führen Projekte im Bereich der assoziativen Wissensvernetzung, des Sounddesigns und des interaktiven TV durch. Wir untersuchen mediale Formatierungen und die Wirkungsmächtigkeit der Popkultur. Wir testen und entwickeln interaktive Lehr- und Lernformate, analysieren technologische und kulturelle Dimensionen der Open Source Community. Angesichts der jüngeren Entwicklungen (KI, Big Data, Social Media, Semantic Web, Virtual Reality, Ubiquitous Computing) untersuchen wir aktuelle Diskursformen, erarbeiten Masstäbe und entwickeln Anwendungsszenarien für zukünftiges Handeln in digitalen Umgebungen.

Forschung:


Institut bild.medien
Systemtheoretische Ästhetik

Lehrveranstaltungen

Wahrheit und Wahnsinn - Verschwörungspraxis der Kunst, SoSe 2018

Verschwörungstheorien unterlaufen unser Vertrauen in konventionelle Institutionen, politische Programme und seriöse Deutungen. Der Bedeutungsverlust von Zahlen, Fakten und Statistiken in der öffentlichen Diskussion konstruiert ›Wahrheiten für jedermann‹: der private Wahnsinn wird zur Norm.

Die gegenwärtige epistemische Krise ist nicht zuletzt ein Symptom der letzten großen Kränkung des westlichen Denkens durch die Erosion des Individuums. Zudem ist der Kontrollverlust in einer hyperkomplexen digitalen Gesellschaft zugleich Ursache und Möglichkeit für die Ermächtigung des Einzelnen und ›seiner Meinung‹. Das Politische ist aber nie privat, und nicht zuletzt führt die zerfallende Legitimation von Dominanzhierarchien zu einer demokratiegefährdenden Fragmentierung der Öffentlichkeit.

Wer die Ordnung der Dinge nicht mehr als seriöses Unterfangen versteht, findet Wirklichkeitsangebote im scheinbar Verborgenen, inklusive vermeintlich klarer Problemlösungsstrategien. Solche Alternativen haben reale Handlungskonsequenzen, gerade weil sie zwangsläufig die Eigenlogik und den Handlungsselbstlauf sozialer Systeme unterschätzen. Diese ›Stammes-Epistemologien‹, in der jede Gruppe die ihr gerade passenden Behauptungen als Wahrheiten deklariert, sind in ihrer Wirksamkeit daher sehr ernst zu nehmen.

Aber auch objektiven Fakten und rationalen Diskursen bietet sich die Kunst als Alternative an, eben weil sie um diese Differenz zum Realen bemüht ist und dementsprechend hochselektive nichtbeliebige Ordnungsstrukturen offeriert. Im Bereich des Nur-Möglichen ist es nicht zuletzt die Kunst, die einer clownesken und gefühllosen ›Prosa der Welt‹ eine Verschwörungspraxis als Alternative anbietet. Eine mögliche Verführung durch das Andere erscheint plötzlich als realistisches Pendant einer sicheren Verführung durch das Gleiche.

Die geplante Invasion Europas, Weltraum-Echsen aus der Hohlerde, Reichsbürger, Satan und die Illuminati, Pizzagate oder Chemtrails: Die Angst vor der Welt ist überproportional. Verschwörungstheorie trifft in diesem Seminar also direkt auf eigene künstlerische Verschwörungspraxis. Die künstlerische Komplexitätsreduktion und angebotene Angstkompensation wird begleitet von bildwissenschaftlich und systemtheoretisch fundierter Gestaltungstheorie. Zudem werden wir uns mit dem Wahrheitsbegriff in traditionellen journalistischen Medien beschäftigen und verschiedene künstlerische Positionen dazu erkunden.

Algorithmus und Poesie. Künstliche Intelligenz, Visualität und eine Theorie der Erkenntnisobjekte, WS 2017/18

In diesem Blockseminar wird eine Theorie der Erkenntnisobjekte mit Hilfe künstlicher Intelligenz vorgestellt, wie sie für die Zukunft der Wissenschaft relevant werden kann. Studierende werden mit dem Stand der heutigen KI vertraut gemacht, lernen die Unterschiede zwischen künstlicher und natürlicher Intelligenz kennen und sind insbesondere aufgefordert, visuelle Metaphern und Szenarien für zukünftige Anwendungen zu konzipieren.

Masterstudio Civic Design, seit SoSe 2017 fortlaufend

Die Masterstudios sind wichtige Module innerhalb der unterschiedlichen Masterstudiengänge im Fachbereich Design. Im Rahmen des forschungsorientierten Masters erarbeiten wir in den Studios gemeinsam mit den Studierenden relevante Themen, die später zur Masterthesis führen.
Unterstützt werden insbesondere vier Schwerpunktbereiche:
a) Grafikdesign,
b) Civic/Social Design,
c) Retail Design sowie
d) Experimentelles Design.
Die Studios sind prinzipiell durchlässig und offen für alle Masterstudierenden und werden von jeweils zwei Professoren betreut. Die Veranstaltung ist sowohl als Gruppenplenum als auch als individuelles Studiogespräch angelegt und soll allen Masterstudierenden als Ort der Diskussion und Orientierung dienen.
Es ist möglich, pro Semester zwei Leistungsnachweise und einen Betreuungsschein direkt im Studio zu erwerben und zwei weitere durch Teilnahme an relevanten Lehrveranstaltungen.
Im Masterstudio Civic/ Social Design geht es insbesondere um die gestalterische Bezugnahme auf gesellschaftliche, kulturelle und politische Themen.
In diesem Modul spielen reflexive und theoretische Momente eine besondere Rolle. Im Zusammenhang mit praktischen Anwendungsfeldern schulen wir Urteilskraft, Bild- und digital-mediale Kompetenz. Wir werden über Forschungsstrategien, Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und Möglichkeiten und Grenzen künstlerisch-gestalterischer Entwicklungsvorhaben sprechen. Auch in diesem Semester werden wir wieder Vortragende mit interessanten Themen einladen.

Massenangst - Studien zur Rückseite des Zeitgeschehens, WS 2016/17

Angst ist Macht. Angst macht starr - aber auch aufmerksam, wenn die Sinne noch wach genug sind. Angst ist Motivator und Triebmittel, Angst muss ernst genommen, aber auch gewandelt werden. Sie ist irritierendes gesellschaftliches Phänomen des Stillstands und mächtiger Motor von Veränderungen, ist zugleich Ursache und Symptom individueller und gemeinschaftlicher kognitiver Verzerrung. Angst ist gefährlich.

Was steckt hinter AfD, Brexit oder Trump, was bedeuten Flüchtlings-Welle, Terror und Demokratieverlust eigentlich? Und warum fühlt sich scheinbar alles nur noch an und ist nicht mehr? Warum ist Fühlen wirksamer als die Beschäftigung mit Fakten?
Es besteht Bedarf an gestalterisch motivierter Selbstermächtigung gegen die Angst, gegen Verschwörungsmythen einer demokratisch legitimierten Obrigkeit, gegen elitenfeindliche Hyperdemokraten und gegen die nur noch aufs Fühlen ausgerichtete Kontrafaktizität des neoliberalen Populismus.

Das poetisch-kreative Schaffen stellt für die Gestaltung der Gesellschaft intensivste Konzentration aber auch generelle Risikobereitschaft, notwendigen Drang und hinreichende Flexibilität zur Verfügung. Welche Möglichkeiten hat innovative Gesellschafts-Gestaltung gegen die Massenangst, die den öffentlichen Raum des Politischen vom Rationalen entleert und weitreichende, politische Entscheidungen dem privaten Urteil überlässt?
Die zeitgenössische Sinnkrise fordert auf, sich auf ein neues Verständnis von realer und fiktiver Realität einzulassen, das längst über die Heroisierung des Alltäglichen in den sozialen Netzwerken hinausgewachsen ist. Individuelle und gesellschaftliche Relevanz von Gestaltung wird sich an ihrem Umgang mit der massenhaften Angst messen lassen müssen.

Im Rahmen des Seminars stellen wir philosophische und gestalterische Strategien für die Angst-Inkubation vor. Wir werden Aufgaben und Möglichkeiten erkennen und im Diskurs zu gemeinsamen kreativen Problem-Findungen und -Beschreibungen kommen.
Letztlich werden eigenständige Arbeiten zum Thema entstehen, die neben Grundlagen und Fundstücken in einer abschliessenden Ausstellung präsentiert werden.


Neuer Realismus und Digitale Welt, WS 2015/2016

Der unter dem Titel „Neuer Realismus“ laufende philosophische Diskurs beschäftigt sich mit den Ermüdungserscheinungen postmoderner, konstruktivistischer und idealistisch-hermeneutischer Theoriebildung. Gefordert wird nichts anderes als eine erkenntnistheoretische Neuorientierung, die auf die Reformulierung unseres Verhältnisses von Sprache, Begriff und Wirklichkeit ausgerichtet ist. Insofern ist das Verständnis von Welt, Wirklichkeit, Wahrheit, Objektivität, aber auch Qualität und Wert neu zu formulieren.
Der Diskurs wird vielschichtig und überaus ambitioniert geführt. Er wendet sich gleichermassen gegen den universalistischen Überlegenheitsgestus einer metaphysikfernen Naturwissenschaft, gegen die Einseitigkeit der Neurowissenschaft und Hirnforschung, die Fragen der Qualität und des Bewusstseins auf Messdaten reduziert, als auch gegen den Überschwang einer Bedeutungslehre und Simulationsbehauptung, die den ontischen Status einer jedweden Realität als Bewusstseinsdesiderat obsolet macht und sich in den Zirkel relativistischer Beliebigkeit versteigt.

Im Seminar versuchen wir, uns zunächst durch Studium der einschlägigen Lektüre ins Diskursgeschen einzufinden, um dann im zweiten Schritt Konsequenzen für Gestalter und gestaltungsrelevante Positionen zu formulieren. Diese Positionen sollen insbesondere im Hinblick auf die heraufkommende Computergesellschaft, die digitale Welt, die sogenannte „Next Society“ entwickelt werden.

Literatur:
Avanessian, Armen (Hg.): Realismus Jetzt, Berlin (Merve) 2013
Barad, Karen: Agentieller Realismus, Berlin (Suhrkamp) 2012
Ferraris, Marizio: Manifest des Neuen Realismus, Ffm. 2014
Gariel, Markus: Warum es die Welt nicht gibt, Berlin (ullstein) 2013
Gabriel, Markus (Hg.): Der Neue Realismus, Berlin (Suhrkamp) 2014
Meillasoux, Quentin: Nach der Endlichkeit. Versuch über die Notwendigkeit der Kontingenz. (Diaphanes) 2008
Schmitz, Hermann: Gibt es die Welt? Freiburg/München (Verlag Karl Alber) 2014
Stengers, Isabelle: Spekulativer Konstruktivismus, Berlin (Merve) 2008


Die Beteiligung des Designs am Aufbau der Zivilgesellschaft, SoSe, 2015

In diesem Seminar geht es um die inhaltliche und thematische Konzeptionierung des 2017 beginnenden Studienschwerpunkts Civic Design innerhalb des Masterstudios KD.

Die Durchsetzung zivilisatorischer Ansprüche innerhalb von entwickelten, modernen Gesellschaften ist kein Selbstverständnis. Im Gegenteil: Postmodernismus, Multikultur, Neoliberale Märkte und Hyperkapitalismus führen zur Auflösung aufklärerischer Werteordnungen und emanzipatorischer Errungenschaften. Im Übergang zur "Next Society" ist die moderne, offene Gesellschaft mit Ihren Feinden und selbstinduzierten Gefährdungslagen konfrontiert.
Wir wollen herausfinden, in welchem Mass und mit welcher Qualität gestalterisches, planerisches, entwerfendes Denken und Handeln Wege aus der Krise aufzeigt.

Themenset:

1. Historische Dimension
die Entwicklung der Gesellschaft von der politiké koinonia (societas civilis) über die Neuzeit und Aufklärung bis hin zur Moderne.

2. Aktuelle Dimension
Von der Moderne über die Postmoderne zur "Nächsten Gesellschaft"

3. Die Feinde der offenen Gesellschaft
Fundamentalismus, Antidemokratismus, Apodiktische Theorie, Normativität, Reduktionismus,

4. Analyseinstrumente
Systemtheorie, Evolutionstheorie, Entwurfstheorie, Planungstheorie, Nichtnormative Ästhetik

5. Arbeitsfelder
Inklusion, Nachhaltigkeit, Ökologische Konzepte, Privatheit/Öffentlichkeit, Integration, Gender, Ressourcenmanagement, Datengesellschaft/Digitale Welt, Stadt/Raumplanung, tbc.

Literatur:

Acemoglu, Daron, James A Robinson, and Bernd Rullkötter. Warum Nationen scheitern Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut. Frankfurt am Main: FISCHER Taschenbuch, 2014.
Agamben, Giorgio. Die kommende Gemeinschaft. Translated by Andreas Hiepko. Berlin: Merve-Verl, 2003.
Aicher, Otl. Die Welt Als Entwurf. Berlin: Ernst, 1992.
Avanessian, Armen. #Akzeleration. Berlin: Merve, 2013.
Baecker, Dirk. Studien Zur Nächsten Gesellschaft. Orig.-Ausg., 1. Aufl., [Nachdr.]. Vol. 1856. Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2008.
Bauman, Zygmunt, and Richard Barth. Flüchtige Zeiten: Leben in Der Ungewissheit. 1. Aufl. Hamburg: Hamburger Ed., 2008.
Beck, Ulrich. Weltrisikogesellschaft: Auf Der Suche Nach Der VerlorenenSicherheit. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2008. http://d-nb.info/988759926/04.
Bellut, Clemens, and Zürcher Hochschule der Künste, eds. Unbestimmt: Ein Gestalterischer Und Philosophischer Reflexionsbegriff. Reihe Forschung von Design2context 3. Zürich: Lars Müller Publishers, 2013.
Bohrer, Karl Heinz. Das Absolute Präsens: Die Semantik Ästhetischer Zeit. 1. Aufl. Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1055. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1994.
Boltanski, Luc, and Ève Chiapello. Der neue Geist des Kapitalismus. Konstanz: UVK-Verl.-Ges., 2006.
Brock, Bazon. Ästhetik Als Vermittlung, Arbeitsbiographie Eines Generalisten. Köln: DuMont, 1977.
Burckhardt, Lucius. Die Kinder Fressen Ihre Revolution: Wohnen, Planen, Bauen, Grünen. Köln: DuMont, 1985.
———. Warum Ist Landschaft Schön?: Die Spaziergangswissenschaft. 2. Aufl. Berlin: Schmitz, 2008.
Dany, Hans-Christian. Morgen Werde Ich Idiot: Kybernetik Und Kontrollgesellschaft. Hamburg: 2013.
Drucker, Ferdinand Peter, Stephan Gebauer, and Hermann Simon. Was Ist Management?: Das Beste Aus 50 Jahren. 5. Aufl. München: ECON, 2007.
Gray, John. Politik der Apokalypse: wie Religion die Welt in die Krise stürzt. Stuttgart: Klett-Cotta, 2009.
Gumbrecht, Hans Ulrich. Diesseits der Hermeneutik: die Produktion von Präsenz. Translated by Joachim Schulte. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2004.
———. Unsere breite Gegenwart. Berlin: Suhrkamp, 2010.
Han, Byung-Chul. “Digitale Rationalität und das Ende des kommunikativen Handelns: Gedanken zur Krise der Demokratie.” Berlin: Matthes & Seitz., ///.
Han, Byung-Chul. Hyperkulturalität: Kultur Und Globalisierung. Berlin: Merve-Verl., 2005.
———. Duft Der Zeit: Ein Philosophischer Essay Zur Kunst Des Verweilens. Bielefeld: Transcript-Verl., 2009.
———. Im Schwarm Ansichten des Digitalen. Berlin: Matthes & Seitz, 2013.
———. Müdigkeitsgesellschaft. Berlin: MSB, Matthes & Seitz, 2012.
Harvey, David. Rebellische Städte: vom Recht auf Stadt zur urbanen Revolution. Berlin: Suhrkamp, 2014.
Hessel, Stéphane. Empört Euch!. Berlin: Ullstein Buchverlage, 2011.
Jonas, Wolfgang. Design - System - Theorie: Überlegungen Zu Einem Systemtheoretischen Modell von Design-Theorie. Vol. 3. Designtheorie. Essen: Verl. Die Blaue Eule, 1994.
Jullien, François, and Mira Köller. Der Umweg Über China: Ein Ortswechsel Des Denkens. Berlin: Merve-Verl., 2002.
Klein, Naomi. No Logo: No Space, No Choice, No Jobs. London: Harper Perennial, 2005.
Latour, Bruno. Eine Neue Soziologie Für Eine Neue Gesellschaft: Einführung in Die Akteur-Netzwerk-Theorie. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2007. http://www.gbv.de/dms/weimar/toc/52998377X_toc.pdf.
Latour, Bruno, and Gustav Ro\ssler. Wir Sind Nie Modern Gewesen: Versuch Einer Symmetrischen Anthropologie. 1. Aufl. Vol. 1861. Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2008.
Luhmann, Niklas. Die Gesellschaft Der Gesellschaft. Erste Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1997.
———. Einführung in Die Systemtheorie. 4. Aufl. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme-Verl., 2008.
———. Soziale Systeme: Grundriss einer Allgemeinen Theorie. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1984
Maldonado, Tomás, and Gui Bonsiepe. Digitale Welt Und Gestaltung. Basel: Hochschule für Gestaltung und Kunst, 2007.
Mitchell, Sandra, and Sebastian Vogel. Komplexitäten: Warum Wir Erst Anfangen, Die Welt Zu Verstehen. Orig.-Ausg., 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2008.
Papanek, Victor. Design für die reale Welt: Anleitungen für eine humane Ökologie und sozialen Wandel, Wien 2009
Postman, Neil. Die Zweite Aufklärung: Vom 18. Ins 21. Jahrhundert. Berlin: Berliner Taschenbuch-Verl, 2001
Rauterberg, Hanno. Wir sind die Stadt!: urbanes Leben in der Digitalmoderne. Berlin: Suhrkamp, 2013.
Rosa, Hartmut. Beschleunigung: Die Veränderung Der Zeitstrukturen in Der Moderne. 1. Aufl. Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft 1760. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005.
Schade, Sigrid, and Wenk, Silke. Studien zur visuellen Kultur. Eine Einführung. Bielefeld: Transcript Verlag, 2009.
Schneider, Beat. Design - Eine Einführung: Entwurf Im Sozialen, Kulturellen Und Wirtschaftlichen Kontext. Basel: Birkhäuser - Verlag für Architektur, 2005.
Simon, Alexander Herbert. Die Wissenschaften Vom Künstlichen. 2. Aufl. Vol. 3. Computerkultur. Wien: Springer, 1994.
Sloterdijk, Peter. Die Verachtung Der Massen: Versuch Über Kulturkämpfe in Der Modernen Gesellschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2006.
———. Falls Europa Erwacht: Gedanken Zum Programm Einer Weltmacht Am Ende Des Zeitalters Ihrer Politischen Absence. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1994.
———. Im Selben Boot: Versuch Über Die Hyperpolitik. 2. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1993.
———. Im Weltinnenraum Des Kapitals: Für Eine Philosophische Theorie Der Globalisierung. 1. Aufl., [Nachdr.]. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2007.
Sonnen, Irmgard, ed. Dieter Fuder - Der Funke der Semantik Designtheorie als Erkenntnismethodik. Bramsche: Rasch, 2013.
Vattimo, Gianni, and Rafael Capurro. Das Ende Der Moderne. Vol. 8624. Universal-Bibliothek. Stuttgart: Reclam, 1990.

Island Exkursion im Rahmen des Turtle Filmfestes in Hólmavík ab 25.5.2015
Die diesjährige seminaristische Exkursion ist wesentlicher Bestandteil des Turtle Filmfestes in Hólmavík, Island. Sie findet in der Extra Muros Woche vom 25. bis 29. Mai 2018 statt.
Gemeinsam mit den knapp 500 Einwohnern des Fischerdorfes Holmavik im Norden Islands und dem Institut bild.medien veranstalten wir in der Woche vom 10. bis zum 16. August 2015 ein experimentelles Filmfestival im Grenzbereich zwischen westlicher Ordnung & den Möglichkeiten des poetischen Chaos. Künstlerisches Wagnis, Transformation und Überschreitung bilden den Resonanzraum sowie die formale und programmatische Vorlage dieser Veranstaltung. Die Aufgaben der Organisation und Durchführung des Filmfestes schließen insbesondere die Integration und Partizipation der Bewohner bereits in der Vorbereitungsphase mit ein. Angestrebt wird hierbei nicht nur die Emanzipation der Zuschauer zu teilnehmenden Beobachtern, sondern auch die direkte Herausforderung an die Gestalter, Filmemacher und Künstler, neue unkonventionelle und performative Formen der Erzählung und Präsentation zu finden, die den besonderen Anforderungen eines strukturell abgelegenen Ortes gerecht werden. Darüber hinaus werden kommunikative Lösungen für diese spezifischen Probleme entwickelt und bereitgestellt. Die Exkursion wird geleitet von Prof. Stefan Asmus, Prof. Britta Wandaogo, sowie den Gesamtverantwortlichen des Filmfestes Arne Rave und Kurt Heuvens. Die Exkursion ist während der Exkursionszeit begrenzt auf 15 Teilnehmer. Es besteht jedoch die Möglichkeit, jenseits dieser Woche an dem Projekt mitzuwirken. Hierzu bitte Kontakt aufnehmen mit Kurt Heuvens. (http://turtle.is/) Leistungsnachweise für Digitale Medien, Systemdesign, Film, AV-Medien, Theorie.


Einführung in das Systemdesign SoSe 2014
In diesem Seminar werden die Grundlagen des systemischen Denkens und Gestaltens im Design vermittelt.

Themen:

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten.
Historische Entwicklung des systemischen Denkens.
Systemtheorie als Gesellschaftstheorie.
Die Nächste Gesellschaft.
Matters of Concern.
Der Computer als Leitmedium. Zur Logik und Ästhetik der Hypermedien.
Prinzipien der Vernetzung.
Big Data und Smart Data.
Identität und Individualität.
Prinzipien der Bildenden Wissenschaft:
· Wissenstheorie · Wissensdesign · Wissensvisualisierung.
Qualität und Quantität in der heutigen Zeit.

konkret:
-Entmediatisierung statt Vermittlung,
- Die Gangart der Digitalen ist die Addition. Das Wesen des Digitalen ist die Transparenz. Aber die Wahrheit muss der Verborgenheit entrissen werden.
- Stille als Medium des Geistes
- DerSchwarm: Masse ohne Seele. Prinzip der Vereinzelung, Prinzip der Selbstausbeutung, Han,
-Der Blick und das Bild,
-Luhmann Form, Differenz
-Vom Bauer zum Jäger,
-Peter Drucker Next Society
-Logik des Misslingens
-Psychische und soziale Systeme
-Robert Pfaller: Wofür es sich zu leben lohnt


Seminar Low End Theory Club SS 2014
Der Low End Theory Club ist eine Co-Produktion von Prof. Peter F. Stephan, KHM, Köln und Prof. Stefan Asmus, FH D. Er hat sich zur Aufgabe gestellt, die qualitativen Minimalstandards erkenntnisorientierter gestalterischer Arbeit zu erforschen und zu vermitteln.
In diesem Seminar werden wir uns neben den nachfolgend beschriebenen Inhalten zum Thema Freak Sciences mit der konzeptuellen Weiterentwicklung und konkreten Darstellung des Clubs selbst befassen.

Das Seminar wendet sich an fortgeschrittene Bachelor und Masterstudierende des Bereichs KD, die ein Interesse am Club und an der Kooperation mit Studierenden der Kunsthochschule für Medien, Köln, haben. Das Seminar wird überwiegend in den Räumlichkeiten der KHM, Köln stattfinden. Die Einschreibung findet in Düsseldorf statt.

Freak Sciences:
Nachdem sich der 'akademische Kapitalismus' (Kemper) darauf geeinigt hat, Wissen ausschließlich als Produktivkraft zu entwickeln, blicken wir auf die Außenseite dieser Veranstaltung. Damit rücken jene Akteure ins Zentrum, die als Freibeuter die Meere des Wissens befahren: Provokateure, Pioniere und Projektemacher, Querulanten und Genies, Schaudenker, Dilletanten, Größenwahnsinnige.
So werden die Wissenschaften als gesellschaftsinternes Phänomen mit verschränkten Handlungsbereichen zu alternierenden Kompetenz- und Wirkungsfeldern erkennbar: normativ, funktional, politisch, ökonomisch, künstlerisch. Während das Kognitariat in Exzellenzinitiativen konkurriert und Denk-Beamte sich betriebsförmig immunisieren, arbeiten internationale Avantgarden längst am Gegenteil: Bandenbildung und Infizierung. Diese kennen viele Wege zum Wissen, viele Arten des Wissens und Stile des Denkens. Paradoxerweise ist es die Wissenschaftstheorie, die hierfür zuerst Begriffe gebildet hat wie 'Wissen Mode 2' (Nowotny), 'informiertes Wissen' (Degele) und 'Cognitive Diversity'.

Protagonisten können sein: Gregory Bateson, Walter Benjamin, Paul Feyerabend, Heinz von Foerster, Egon Friedell, Gotthard Günther, Hedy Lamarr, Gottfried Wilhelm Leibniz, Marvin Minsky, Ted Nelson, Friedrich Nietzsche, Gordon Pask, Charles Sanders Peirce, George Spencer-Brown, Wilhelm Reich, Otto Rössler, Rudolf Steiner, …

Neben individuellen Strategien und Anti-Strategien interessieren uns neue Organisationsformen wie die 'Schwarzmärkte des Wissens' (Hurtzig), MOOCs, communities of practise, open design, maker revolution, …
Zusätzlich leisten wir uns poptheoretische Anleihen und Abschweifungen: Before and after science (Eno 1977), Big Science (Anderson 1982), She blinded me with science (Dolby 1982).
Folgende Literatur könnte hilfreich sein:
Hans Magnus Enzensberger: Elixiere der Wissenschaft
Gottfried Böhme: Der Typ Sokrates
Manfred Frank: Stil in der Philosophie
Jürgen Mittelstraß: Wissenschaft als Lebensform
Niklas Luhmann: Die Wissenschaft der Gesellschaft
Jürgen Habermas: Erkenntnis und Interesse



Die Zukunft der Fotografie WS 2013/14

Blockseminar | Montag, 10. bis Freitag, 14. Februar 2014 | 10:00 bis 18:30 h

In diesem Seminar führen wir unsere Untersuchung der als Next Society oder Computergesellschaft bezeichneten aktuellen Gesellschaft exemplarisch am Beispiel der Fotografie fort.

Das Verhältnis von technisch-algorithmischem apriori auf der einen, und den phänomenologisch-athmosphärischen Dimensionen der Gravitation, der Positivität, der Transparenz, der Relevanz, der Abschattung, der Leerstellen und der Aufmerksamkeit beim Umgang mit digitaler Bildproduktion und Rezeption auf der anderen Seite, bildet den Resonanzraum für unsere Untersuchung.

Zudem soll über die Beschäftigung mit Positionen und Tendenzen der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie hinaus, die Theorie und Geschichte der Fotografie anhand einer bildwissenschaftlich fundierten Gestaltungstheorie und dem erkenntnistheoretischen Potential der Systemtheorie vermittelt und am Beispiel ausgewählter Arbeiten diskutiert werden.

Was hierbei eine visuelle oder emotionale Attraktion jenseits des Entstehungskontextes einer Fotografie ausmacht, soll ebenso wie die für den Künstler zentralen Fragen des Gestaltungszusammenhangs geklärt werden. Insbesondere gilt es, die Entwicklung nachzuvollziehen, die das statische Einzelbild als klassisches Erinnerungsmedium der Moderne zu einem aktiven, zeitbasierten Medium der Gegenwarts-Kommunikation transformiert.

Arbeiten aus dem eigenen Portfolio werden gesichtet und zur Diskussion gestellt. Zudem sollen Problemstellungen und Konzepte für weitere fotografische Arbeiten entwickelt und der wissenschaftliche Anspruch formuliert werden, Kommunikation als zeitgenössischer Designer nicht nur zu kanalisieren oder zu dokumentieren, sondern auch relevante erkenntnistheoretische Beiträge für die Gestaltung der sozialen Situation der nächsten Gesellschaft zu leisten.

Um den Diskurs mit Künstlern, Wissenschaftlern und Ausstellungsmachern zu eröffnen, werden wir im Rahmen des Seminars u.a. das Forum für Fotografie in Köln, das Folkwangmuseum in Essen, sowie die Julia Stoschek Collection in Düsseldorf besuchen und die Möglichkeit eines Gesprächs wahrnehmen.

Leistungsnachweis durch Referat und fotografisches Projekt.
Das Seminar ist offen für alle Studierende.
Studienanfänger sind ebenso herzlich willkommen wie Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende.
Der Kurs wird gemeinsam mit Dipl. Des. Arne Rawe durchgeführt.

http://www.museum-folkwang.de/en/exhibitions/future-exhibitions/scheidegger-collection.html
http://www.forum-fotografie.info/
http://www.julia-stoschek-collection.net/home.html
http://www.boehmkobayashi.de/



Freak Design WS 2013/14

Das Design der Klarheit, Einfachheit und festen Regeln behauptet durch Tranzparenz und Positivität, Raster und Richtlinien relevante Probleme der Gesellschaft lösen zu können. Aufgrund seiner methodischen simplicitas, deren dialektische Mangelausprägung insbesondere durch die Neuere Phänomenologie eines Besseren belehrt wurde, hintergeht der affirmativ geometrisierte Positivdiskurs des Design die empfindsame Entfaltung von Poesie, läßt kaum Platz für Handlung und Ordnung in Unklarheit und Unschärfe. So reduziert das geschwätzige Gestaltungsparadigma einer strammen Haltung des Designers den Gestalter auf reine Kompetenzsimulation in Alltag, Kunst, Politik und Forschung. Mit dem Anspruch, zu allem fähig zu sein und alles affirmativ aufpolieren zu können, kreist es um sich selbst. Blind für die Möglichkeiten der Unterflächlichkeit und der Negation verkennt es das Potential der Nebenschauplätze, überläßt die hochproduktiven Artistic Accidents den Amateuren. Der gerade in Deutschland aus dem Bauhaus und der nachfolgenden Ulmer Schule abgeleitete Anspruch von totaler Durchgestaltung sämtlicher Lebensbereiche führt so unweigerlich in unterschiedslose Erstarrung. Um dieser zu entgehen, wird das etablierte Design erkennen müssen, was es nicht kann und was zu unterlassen ist. Und der randständige Freak weist den Weg in diesen Diskurs.

Zudem ist eine Exkursion ins S.M.A.K. In Gent geplant, um die thematisch passende Ausstellung von Rachel Harrison zu besuchen und um einen Einblick in die kuratorische Praxis eines der wichtigsten Museen für zeitgenössische Kunst in Europa zu bekommen.


UTOPOS / EUTOPOS SoSe 2012

In diesem Seminar, das gemeinsam mit Prof. Dr. Rainer Zimmermann durchgeführt wird, untersuchen wir utopische Entwürfe, Modelle, Visionen in historischer und aktueller Perspektive.
Das Seminar bietet eine Einführung in das utopische Denken seit Iambulos altertümlicher Verfassung des Sonnenstaates und wird insbesondere utopische Konzepte des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts untersuchen und diskutieren. Auf der Basis der Erörterung utopischer Positionen sollen dann gestalterische Arbeiten entstehen. Der Fokus wird auf folgende Arbeitsfelder gelegt:
Lokale/globale Intelligenz.Wissenskonstruktion. Global Brain. Wissensvernetzung.
Historische Naturerfahrung und aktuelle Touring-Natur.
Zeitwahrnehmung, Langsamkeit, Geschwindigkeit, natürliche und technische Mobilität.
Metaphysik, Götter und Totenkult.

Literatur:
Rolf Schwendter: Utopie (kompl. Download möglich)
http://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/utopie/utopie.pdf
Ray Kurzweil: The Singularity is near. When Humans transcend Biology. London 2005.
p.m.: bolo’bolo. 6. Auflage. Zürich 1995.


Wie man dem toten Designer die Bilder erklärt, Teil 1 SoSe 2010
Systemdesign, Joseph Beuys und die plastische Fakultät
»Wer nicht denken will, fliegt raus.« Beuys, Joseph

Im September findet die die große Beuys-Retrospektive in der neuen Düsseldorfer Kunstsammlung statt. Als Herausforderung zwischen Kunst und Wissenschaft ist die Werkschau auch als Kritik einer Gestaltung zu begreifen, deren zunehmend zu beobachtende poesiebefreite und oberflächliche Geometrie erschreckender Ausdruck für den Erstarrungstanz der postmodernen Marketing-Gesellschaft in ihrem Innersten ist. Der erweiterte Kunstbegriff, die Entgrenzung der Kreativität auf alle Bereiche der Gesellschaft, verlangt gerade in der Kälte des formal-mathematisch orientierten Designs nach dem vergessenen Wärmepol.
Auf dem Weg zu einer sozialplastischen Fakultät läßt der durch Beuys angeregte neue Pädagogikbegriff die Institution Hochschule durch Oszillation und Umkehrung der Verhältnisse in einen kreativen und dadurch befreiten Geist, neu entstehen. Das Seminar versteht sich demnach als Angebot einer gelebten Transformation in eine soziale Wärmeplastik, in der die Gestaltung an und mit Joseph Beuys in den Entwurf einer emergenten Fakultät einfließen wird. In der gleichen Bewegung kann so deren Ausgestaltung Auskunft geben über das Selbstverständnis von Gestaltung.
Neben ausgewählten Theorie-Bausteinen aus Systemtheorie und moderner Ästhetik soll sich die Gestaltung der sozialen Plastiken in Bildern klären und lösen. Dies reicht ebenso in westliche philosophische Epistemik wie in die Poesie gestalterischen Handelns nach dem japanischen Ästhetik-Konzept von Wabi-Sabi hinein.

Leistungsnachweise durch Referat und Hausarbeit oder Kurzreferat und eigene Plastik.
Aktuelle Gesprächsreihe im Schmela Haus: »BEUYS AUSSTELLEN?« http://www.kunstsammlung.de/
Literatur: Szeemann, Harald. Beuysnobiscum. Fundus-Bücher. Amsterdam: Verlag der Kunst, 1997.
Beuys: »Zeige deine Wunde 1976«: Die eigene Plastik.
Marcel Duchamp; Objet trouvé. http://de.wikipedia.org/wiki/Objet_trouv%C3%A9
Hausaltar. Das Bild. Der Kunstbegriff und Design.
Exposé: Die soziale Plastik als methodologische Notwendigkeit: Design zwischen Geometrie und Leben. 805 Wie referiert man sich selbst? Recherche und Vortrag: http://bibl.fh-duesseldorf.de/e_datenbanken, »The secret block for a secret person in Ireland« 1936-1976, »Kelten«, »James Joyce«, http://www.kunst.uni-stuttgart.de/seminar/beuys/index.html,http://www.youtube.com/watch?v=j9_rYiBm_Qk
Szeemann, Harald. Beuysnobiscum. Fundus-Bücher, 147. Amsterdam: Verl. der Kunst, 1997.
Luhmann, Niklas. Die Kunst der Gesellschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1995.


Ausweitung der Übungszone : Robot Opera, Kumano, Hana Bi und Lucky Hole.
Wie man dem toten Designer die Bilder erklärt – Teil 2.

Die systemtheoretische und bild wissenschaftliche Beobachtung von Joseph Beuys aus dem letzten Semester wird weiter geführt und in Bewegung versetzt.

Die Überprüfung der eigenen Bilder zwischen Bildwissenschaft und Systemtheorie fordert vom Gestalter die Anerkennung und das Aushalten einer Differenz. Und damit die Bilder nicht weiter voran gehen, üben wir als Beobachter nun selbst das Laufen woanders hin.

Die Ausweitung der Übungszone im Umgang mit den eigenen Bildern, deren Konfigurationen und Potentiale zu erkennen, heißt nun, die Konfrontation mit Ostasien zu suchen, deren mediale »Schräglage« zu erfassen und die erfahrenen Differenzen zu nutzen. Wird über das Andere das Eigene deutlicher hervortreten? Welche Rolle spielen dabei die verschiedensten künstlerischen Ansätze, wie etwa die Video-Bewegungen Nam June Paiks, die energetischen Visionen Mariko Moris, die filmisch-impressionistischen Dekonstruktionen Takeshi Kitanos oder die verborgenen Orte Nobuyoshi Arakis, die als Vermittler zwischen Ost und West gleichermaßen Beachtung finden wie als künstlerisch Übende an der eigenen Position und Perspektive.

Wir verstehen mit Sloterdijk Gestaltung als »bilderschaffende Übungsform«, die einer theoretischen Auseinandersetzung gleichberechtigt ist. Dabei stellt insbesondere die Ästhetik Ostasiens einen Reflexionshintergrund für moderne, nicht-analoge Gesellschafts- und Gestaltungstheorien dar, der bislang kaum genutzt oder umgesetzt wurde. Und gerade für parallelpoetisch-gestalterische Umsetzungen gilt hier: Die Unwahrscheinlichkeit des Gelingens ist immer Voraussetzung einer Übung.


Bilder machen Körper töten, SoSe 2011
Intimität zur Welt als Vorraussetzung künstlerischer Bildproduktion und Rezeptionsformen systemischer Bildwissenschaft

Das Bild kostet nicht nur den Körper des Fotografierten. Der vermeintliche sichere Schutz vor der Heidenangst vor dem Leben, den das gemachte Bild dem Betrachter durch die sichere Distanz der Dokumentation bietet, kosten den Fotografen eben diese Sicherheit der eigenen körperlichen Unversehrtheit im Augenblick der Aufnahme, die er durch seine Intimität in und zu der Welt zur Disposition stellt.
Künstlerische Intimität als Widerstand gegen die Realität ist Herausforderung und Unmöglichkeit zugleich. Erst das Wandeln der eigenen Verletzlichkeit in Bildintuition unterscheidet die eigene Bildproduktion von der anderen; erst hier wird aus den existentiellen Risiken des Einzelnen ein ein wertvoller Verweis auf die vereinzelten Erfahrungen des kollektiven Rezipienten. Künstle- rische Selbstirritation, die Ordnungsfiguren jenseits des gesellschaftlichen Konsenses aufzeigt, zeigt immer auch, dass es eben auch anders geht ohne beliebig zu sein. Hiermit stellt die Kunst die Gesellschaft, deren integraler Bestandteil derselben sie ist, in Frage, indem sie ihre Kommunikation an dem Widerstand nährt, der der Konstruktion von realer Realität zu eigen ist. Dies fordert von der Kunst den möglichen Preis des Künstlers. Nur wer seine Integrität, seine sichere Position, seinen Status, sein Leib und Leben riskiert, der stellt auch existentielle Fragen.
Risiko ist die Währung die der Künstler einbringt und die Gesellschaft zahlt ihm seine Glaubwür- digkeit aus, nicht ohne den möglicherweise tödlichen Bilder-Wahnsinn für die Zukunft generell zu verbieten. Die Ausgrenzung des Künstlers ist Basis der Stellvertreterposition, die der Künst- ler als Performer des für die Gesellschaft Verbotenen, weil nicht versicherbaren Tuns, besetzt.
Der Bildermacher zeichnet sich aus durch die gehaltene Potentialität der Bereitschaft Körper zu Töten, bezeugt durch den möglichen Preis des eigenen Lebens, und den bewussten Versatz dieser Haltung in den Bereich des Nur-möglichen. Diese radikale Intimität des Bildermachens kann experimentell erfahrbar gemacht werden. Zugleich gilt es die entstandenen Bilder in eine zu erar- beitende Bildrationalität einzubinden, die eine gemeinsame Beurteilung auf Basis möglicher Differenzierungskriterien aus einer systemischen Bildwissenschaft erreicht.
Eine zeitgenössische neuartige Bildproduktion aus intimer Nähe zu dem, was sich als Wirklichkeit ohnehin zeigt, soll in ein poetisch-narratives Format eingebunden werden, das die gemein- same Rezeption und bildrationale Fragen an gestalterische Qualität erkennen lässt.
Schönheit, Wunder und der Kampf des Alltäglichen. Keine Angst, so schlimm wird es nicht.
Unbedingte Literaturhinweise:
Belting, Hans. Bilderfragen: die Bildwissenschaften im Aufbruch. Bild und Text. München: Fink, 2007. Luhmann, Niklas. Die Kunst der Gesellschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1995.


Bild und Stadt SoSe 2010
Urban Screens – Bildschirme im öffentlichen Raum

Mit Urban Screens hat eine neue Phase in der Entwicklung von Medien und Telekommunikation begonnen. Neue Inhalte, Produkte und Dienstleistungen für Geräte- und Contenthersteller sowie neue Hybridsysteme in der Vernetzung von Geräten und Content sind zu erwarten. Neben Werbung und Kunst bietet der Stadtraum neue Nutzungsumgebungen für traditionellen Mediencontent und neue interaktive und Internet-gestützte Kommunikation.
(Medienfassaden-Festival, Ende 2008 erstmals in Berlin)

Für die neue Medienwand einer großen Sparkasse an einem zentralen Platz der Stadt Bonn sollen Konzepte und/oder Projekte entwickelt werden. In einem internen Wettbewerb sollen die besten Konzepte und Projektideeen ausgewählt werden. Eine Realisierung und Umsetzung soll in der zweiten Jahreshälfte geschehen.

Wichtig Voraussetzung ist, das es sich hierbei um ein Kunst am Bau Projekt handelt. Es soll also keine Werbung für irgendetwas gezeigt werden.
Es geht um:
1. Konzepte einer sinnvollen Bespielung einer solchen Medienwand/fassade: wie und mit welchen Medieninhalten kann eine solche Fassade über einen längeren Zeitraum hin bespielt werden.
2. Es werden einzelne Projekte für eine solche Medienwand entwickelt.

Inhaltliche Aspekte:
Bild und Stadt / Film und Stadt
Urban Screens – Bildschirme im öffentlichen Raum
Bild und Platz
Untersuchungen eines Platzes
Der Blick nach oben
Wahrnehmung in der Stadt
Wahrnehmung an einem Ort
Haus / Fassade / Bild / Medien / Medienfassaden
Das Bild als Fassade
Das Bild als Trennfläche zwischen Innen und Außen
Das Bild als Trennfläche zwischen öffentlichem und privatem Raum
Bilder aus Licht
Bewegtes Bild ohne Ton

http://www.transmediale.de/de/node/11446
http://www.daz.de/sixcms/media.php/148/mff_urban_screenings.pdf
http://www.urbanscreens.org/
http://www.mediafacades.eu/

Kursergebnis:
http://www.creating-space.de


«Your Communication» -
Zur reflexiven Praxis und Methode des Kommunikationsdesign

Bei diesem crossmedialen Seminarformat, das auf mehrere Semester angelegt ist, wird Kommunikationsdesign auf der Basis neuerer Erkenntnisse der Systemtheorie und der Ästhetik in all seinen Facetten beleuchtet - von den Grundlagen des anschaulichen Denkens über die gesellschaftliche Funktion des Design bis hin zur Untersuchung konkreter Praxisfelder, wie Sounddesign, Ubiquitous Computing oder Web 2.0. Dabei werden alle Fragen relevant, die sich an der Schnittstelle von gestalterischem Handeln, Kommunikation und Medium bewegen.

Das Projekt versteht sich als medienübergreifender «Open Theory»-Ansatz. Die Studierenden sind angesprochen sich durch eigene Beiträge in Form von Beispielen, Texten, theoretischen Objekten, Illustrationen, Videos etc. an der Produktion eines zu entwickelnden crossmedialen Formats (Buch und Web) zu beteiligen.

Seminarinhalte:
1. Die Bedeutung des Kommunikationsdesign für die Gesellschaft
2. Die Entstehung des Designs aus dem Geiste der Moderne
3. Einführung in eine Beschreibungsdimension zweiter Ordnung mittels
Systemtheorie und neuerer Ästhetik
4. Das neue Rollenbild des Designers
5. Design und Massenmedien
6. Zur Logik und Ästhetik der Hypermedien
7. Cognitive Design und Gestaltungsgrundlagen
8. Design und Pop
9. Marken, Menschen, Logos. Globale Markerscheinungen und gestalterische
Interventionen
10. Biographiedesign und Portfolio - Das ausgestellte Selbst

Zum Ablauf:
Jeweils 4 Übungsstunden und 2 Vorlesungsstunden

Beteiligte Personen:
Prof. Dr. Stefan Asmus
Dr. Christof Breidenich
Marcus Klug, M.A.

Literatur- und Aufsatzliste, außerdem die Stellvertreter en detail:

1. Die Bedeutung des Kommunikationsdesign für die Gesellschaft

Norman, Donald:
Emotional Design. Why we love (or hate) Everyday Things, New York 1988

Beat, Schneider:
Design – eine Einführung. Entwurf im sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Kontext,
Basel 2005

Brock, Bazon:
Ästhetik als Vermittlung, a.a.O., Köln 1977
Ästhetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit, a.a.O. , Köln 1986
Der Barbar als Kulturheld, a.a.O., Köln 2002

Bürdek, Martin [u.a. Hg.]:
Vom Mythos des Funktionalismus, Köln 1997

Burkhard, Lucius:
Design ist unsichtbar, in: Brock, Bazon [Hrsg.]: Die Kinder fressen ihre Revolution,
Köln 1985 – Wenn nicht vorrätig, bitte andere Titel von Burkhard berücksichtigen

Crow, David:
Zeichen. Eine Einführung in die Semiotik für Grafikdesigner, München 2005
Khazaeli, Dominik Cyrus:
Systemisches Design, Hamburg 2005

Klemp, Klaus:
Papierkorb trifft Hochhaus. Essays zum öffentlichen Raum, Frankfurt 2004

Luhmann, Niklas:
Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie, Frankfurt 1984
Short Cuts, Frankfurt 2000
Die Kunst der Gesellschaft, Frankfurt 1995
Die Ausdifferenzierung des Kunstsystems, Bern 1994
Die Gesellschaft der Gesellschaft, Frankfurt 1997
Paradigm lost. Über die ethische Reflexion der Moral, Frankfurt 2001

Manovich, Lev:
The language of New Media, Massachsetts London 1995
– Wenn nicht vorrätig, bitte andere Titel von Manovich zu dieser Thematik

McLuhan, Marshall/Fiore, Quentin:
The Medium is the Massage. An Inventory of Effects, Harmondsworth 1967

Meuser, Philipp/Pogade, Daniela
Raum-Zeichen. Architektur und Kommunikationsdesign, Berlin 2005

Norman, Donald:
Dinge des Alltags, Frankfurt 1998

Otl, Aicher:
Analog und digital, Berlin 1992
Die Welt als Entwurf, Berlin 1991

Shaughnessy, Adrian:
So finden Sie Ihren Weg als Grafikdesigner, München 2006

Thompson, Michael:
Die Theorie des Abfalls. Über die Schaffung und Vernichtung von Werten, Stuttgart 1981

Stellvertreter ->
Kunstforum International
Bd. 66/1983: Zwischen Kunst und Design
Bd. 130/1995: Pandoras Box: Design
Bd. 167/2003: Theorie des Abfalls

2. Die Entstehung des Designs aus dem Geiste der Moderne

Baecker, Dirk/Brock, Bazon [Hrsg.]:
Krieg und Kunst, München 2002

Böhringer, Hannes:
Auf der Suche nach der Einfachheit: Eine Poetik, Berlin 2000

Collins, Michael/Papadakes A. [u.a. Hrsg]:
Design und Postmoderne, München 1990

3. Einführung in eine Beschreibungsdimension zweiter Ordnung mittels
Systemtheorie und neuerer Ästhetik

Brock, Bazon:
Ästhetik als Vermittlung. Arbeitsbiographie eines Generalisten, Köln 1977
Ästhetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit: Die Gottsucherbande, Köln 1986
Der Barbar als Kulturheld. Ästhetik des Unterlassens, Köln 2002

Luhmann, Niklas:
Soziale Systeme. Grundriss einer allgemeinen Theorie, Frankfurt 1984
Short Cuts, Frankfurt 2000
Die Kunst der Gesellschaft, Frankfurt 1995
Die Ausdifferenzierung des Kunstsystems, Bern 1994
Die Gesellschaft der Gesellschaft, Frankfurt 1997
Paradigm lost. Über die ethische Reflexion der Moral, Frankfurt 2001

Schuldt, Christian:
Systemtheorie, Hamburg 2003

4. Das neue Rollenbild des Designers

Bolz, Norbert:
Die Konformisten des Andersseins. Ende der Kritik, München 1999
Design & neue Medien: Kommunikationsgestaltung für eine global vernetzte Gesellschaft, Essen 2002
Die Wirtschaft des Unsichtbaren. Spiritualität - Kommunikation - Design - Wissen: die Produktivkräfte des 21. Jahrhunderts, München 1999

Bolz, Norbert/Hörisch, Jochen [Hrsg.]:
Mediengenerationen, Frankfurt 1997

Bunz, Mercedes:
Meine Armut kotzt mich an. ... Urbane Penner eben, in: zitty v. 16.02.2006
- Artikel aus der Berliner Zeitung Zitty; findet man auch im Netz -
Der Artikel ist für den/die Ordner bestimmt

Debord, Guy:
Die Gesellschaft des Spektakels, Berlin 1996

Diederichsen, Diedrich:
Branded Pop? Sind Pop-Stars Marken? Gespräch mit Diedrich Diederichsen, in: form 196, Type gets in your Eyes, Mai/Juni 2004, S.42 – 44
- Das Interview ist für den/die Ordner vorgesehen

Franck, Georg:
Ökonomie der Aufmerksamkeit, München 1998

Lobo, Sascha/Friebe, Holm:
Wir nennen es Arbeit. Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits des Festanstellung, München 2006

Meschnig, Alexander/Stuh, Mathias:
Arbeit als Lebensstil, Frankfurt 2003

Sloterdijk, Peter:
Das Zeug zur Macht, Vortrag auf der Konferenz «Communication Next»,
abrufbar unter: http://www.communicationnext.de/peter.htm
«Heute sind Designer Revolutionäre». Interview mit Peter Slotedijk, in:
Der Spiegel, Nr.5/291.07, S.148 – Aufsätze für den/die Ordner nach
einzelnen Seminarinhalten gegliedert

W. Daldrop, Norbert [Hrsg.]:
Kompendium Corporate Identity und Corporate Design, Stuttgart 1997

Stellvertreter ->
Kunstforum International
Bd. 148/1999: Ressource Aufmerksamkeit
Bd. 81/2006: Die Kunst der Selbstdarstellung
Bd. 141/1998: Die oberflächlichen Hüllen des Selbst

5. Design im Zeitalter der Massenmedien

Alby, Tom:
Web 2.0. Konzepte, Anwendungen, Technologien, München 2007

Armborst, Matthias:
Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde?
Was Journalisten über Weblogs und ihre Macher wissen sollten, Münster 2006

Bernet, Marcel:
Medienarbeit im Netz, Zürich 2006

Diemand, Vanessa/Weibel, Peter:
Weblogs, Podcasting und Videojournalismus, Hannover 2007

Flusser, Vilém:
Die Revolution der Bilder. Der Flusser-Reader zu Kommunikation, Medien und Design, Mannheim 1996
Für eine kleine Philosophie der Fotografie, Göttingen 1992
Ins Universum der technischen Bilder, Göttingen 1992

Kittler, Friedrich:
Grammophon, Film, Typewriter, Berlin 1986
Optische Medien. Berliner Vorlesung 1999, Berlin 2002

Kranz, Alexander/Stiller, Ricarda
News-Sites. Design und Journalismus, Berlin 2003

Loving, Geert:
Dark Fiber. Auf den Spuren einer kritischen Internetkultur, Bonn 2003

Luhmann, Niklas:
Die Realität der Massenmedien, Wiesbaden 2004

McLuhan, Marshall:
Die magischen Kanäle. Understanding Media, Düsseldorf 1968
Die mechanische Braut. Volkskultur des industriellen Menschen, Amsterdam 1996
Die Gutenberg-Galaxis. Das Ende des Buchzeitalters, Düsseldorf 1968
Das Medium ist die Botschaft, Dresden 2001

Manovich, Lev
Black Box - White Cube, Berlin 2005

Möller, Erik:
Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern, Hannover 2006

Spielmann, Yvonne:
Video. Das reflexive Medium, Frankfurt 2005

Sloterdijk, Peter:
Die Verachtung der Massen. Versuch über Kulturkämpfe in der modernen Gesellschaft, Frankfurt 2000

Stellvertreter ->
Design Report:
Heft 10/2005: Design für die Massen

6. Zur Logik und Ästhetik der Hypermedien

Bush, Vannevar:
Die Forschung von heute und die Welt von morgen, Essen 1954
Endless horizons, New York 1975

Castronova, Edward:
Synthetic worlds : the business and culture of online games, Chicago 2005

Gibson, William:
Mustererkennung, Stuttgart 2004

Kittler, Friedrich:
Daten - Zahlen - Codes. Vortrag an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig 1998
Draculas Vermächtnis. Technische Schriften, Leipzig 1993

Krämer, Sybille [Hrsg.]:
Performativität und Medialität, München 2004

Kroker, Arthur:
Datenmüll : die Theorie der virtuellen Klasse, Wien 1997
Der digitale Körper : nach der Schnittstelle, Bern 1996

Lipp, Lauritz L.:
Interaktion zwischen Mensch und Computer im Ubiquitous Computing : alternative Ein-
und Ausgabemöglichkeiten für allgegenwärtige Informationstechnologie, Münster 2004

Manovich, Lev:
Black Box - White Cube, Berlin 2005
The Language of New Media, Massachusetts London 1995

McLuhan, Marshall:
Die magischen Kanäle, a.a.O., Düsseldorf 1968

Nelson, Theodor H.:
The home computer revolution, New Jersey 1977

Nyce, James M. [Hrsg.]:
From memex to hypertext: Vannevar Bush and the mind‘s machine, Boston 1991

Pias, Claus [Hrsg.]:
Cybernetics : the Macy-Conferences 1946 - 1953, Zürich [u.a.] 2003

S. Burroughs, William:
Die Elektronische Revolution, Göttingen 1971

Sterling , Bruce:
Shaping things, Cambrigdge 2005
Insel im Netz, München 1995

Virilio, Paul:
Fluchtgeschwindigkeit, Frankfurt 2001
Die Eroberung des Körpers, München Wien 1994
Die Sehmaschine, Berlin 1989

7. Cognitive Design. Wahrnehmungslehre. Gestaltungsgrundlagen

Arnheim, Rudolf:
Anschauliches Denken. Zur Einheit von Bild und Begriff, Köln 1972
Kunst und Sehen. Eine Psychologie des schöpferischen Auges, Berlin 1978

Barthes, Roland:
Die helle Kammer. Bemerkungen zur Photographie, Frankfurt 1989

Elam, Kimberly:
Gestaltungsraster: Ordnungssysteme für Schrift, New York 2002

Fick, Monika:
Der Schein der Dinge: Einführung in die Ästhetik, Tübingen 2002

Gombrich, Ernst H.:
Kunst und Illusion. Zur Psychologie der bildenden Darstellung, Köln 1967
Bild und Auge. Neue Studien zur Psychologie der bildlichen Darstellung, Stuttgart 1984
Das forschende Auge. Kunstbetrachtung und Naturwahrnehmung, Frankfurt 1994

Jenny, Peter:
Bildkonzepte. Das wohlgeordnete Durcheinander, Zürich 2000
Bildrezepte. Die Suche des ordnungsliebenden Auges nach dem zum Widerspruch neigenden Gedanken, Zürich 1996

Stephan , Peter Friedrich/Thissen, Frank [u.a. Hrsg.]:
Knowledge Media Design: Theorie – Methoden – Praxis, München 2005

8. Design und Pop

Diedrich, Diederichsen:
Sexbeat, Köln 1985

Faulkner, Michael:
Vj: Audio-Visual Art and Vj Culture with DVD: Audio-visual Art and VJ Culture, New York 2007

Goetz, Rainald:
Abfall für alle, Frankfurt 1999

Hundertmark, Christian:
Art Of Rebellion 1. The World Of Streetart, Mainaschaff 2003
The Art of Rebellion 2. The World of Urban Art Activism: No. 2, Mainaschaff 2006

Intro:
Sampler: Contemporary Music Graphics, London 1999
Sampler 2: Art, Pop and Contemporary Music Graphics, London 2000
Sampler 3: Radical Album Cover Art, London 2003

Jansen, Meike [u.a. Hrsg.]:
Gendertronics. Der Körper in der elektronischen Musik, Frankfurt 2005

Koestenbaum, Wayne:
Andy Warhol, New York 2001

Lasn, Kalle:
Culture Jamming - Die Rückeroberung der Zeichen, Freiburg 2005
Law, Andy:
Experiment at Work, London 2003

Ohrt, Roberto:
Phantom Avantgarde, Hamburg 1990

Poschardt, Ulf:
Dj Culture. Discjockeys und Popkultur, Hamburg 1997

Poyner, Rick [Hrsg.]:
Anarchie der Zeichen, Basel 2003
Communicate: Independent Graphic Design Since the Sixties, London 2004

Roscoe, Jane Hight:
Faking it. Mock-documentary and the subversion of reality, New York 2001

Tristan, Manco:
Street Logos (Street Graphics / Street Art), London 2004
Stencil graffiti, London 2002

Warhol, Andy
Die Philosophie des Andy Warhol von A bis B und zurück, München 1991

Stellvertreter ->
Kunstforum International
Bd. 135/1996: Cool Club Cultures
Bd. 134/1996: Art & Pop & Crossover

form
Ausgabe 202/2005: Im Zauberwald der Collagisten

9. Marken, Menschen, Logos

A. Lietaer, Bernhard:
Das Geld der Zukunft. Über die destruktive Wirkung des existierenden
Geldsystems und die Entwicklung von Komplementärwährungen, München 1999

Bolz, Norbert/Bosshart, David [Hrsg.]:
Kult-Marketing. Die neuen Götter des Marktes, Düsseldorf 1995

Bourdieu, Pierre:
Die verborgenen Mechanismen der Macht, Hamburg 2002
Die feinen Unterschiede: Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft, Frankfurt 2002
Grundlagen einer Theorie der symbolischen Gewalt, Frankfurt 1973

Frank, Georg:
Mentaler Kapitalismus. Eine politische Ökonomie des Geistes, München 2005

Hellmann, Kai-Uwe:
Soziologie der Marke, Frankfurt 2003

Jongen, M. [Hrsg.]:
Der göttliche Kapitalismus. Ein Gespräch über Geld, Konsum, Kunst und Zerstörung mit
Boris Groys, Jochen Hörisch, Thomas Macho, Peter Sloterdijk und Peter Weibel, München 2006

Klein, Naomi:
No Logo! Der Kampf der Global Players um Marktmacht, München 2001

Olins, Wally:
Kampf der Marken. On Brand, London 2003
Corporate Identity. Strategie und Gestaltung, Frankfurt 1990

Ries, Al:
Die Entstehung der Marken. Über die Naturgesetze der Innovation und das Überleben
der Stärksten im Business, Frankfurt 2005

Stellvertreter ->
form
Ausgabe 201/2005: Made in Everywhere: Die Globalisierung erreicht das
Design
Ausgabe 177/2001: Markenstrategien: Form a brand!

Design Report
Heft 4/2006: Macht Design Marke?
Heft 1/2006: Zukunftsmarkt Asien

10. Biographiedesign und Portfolio - Das ausgestellte Selbst
- > siehe Kapitel 4 «Das neue Rollenbild des Designers»

Weitere Seminare

Wie man dem toten Designer die Bilder erklärt
Diskursformung im Netz
Solutions for the Dead
Island Exkursion im Rahmen des Turtle Filmfestivals